Der zweite Geburtstag vom „Baby“

Heute wird mein jüngster Sonnenschein 2 Jahre alt. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht…

In den letzten 1,5 Jahren hatten wir eine unglaublich intensive, schöne, liebevolle, trotzdem manchmal stressige und irgendwie ganz normale Zeit zusammen. Das hat uns unglaublich zusammengeschweißt.

Und es ist schön, wenn man merkt, sein Kind will nicht nur Mama – es will auch Papa! Es will in die Luft geschleudert werden, einfach mal seinen Kopf auf Papa´s Arm legen und gehalten werden, beim Autofahren im Sitz gesagt bekommen „Mach mal die Äugelein zu und schlaf ein bisschen“ und er kneift die Augen zu und kurz danach schläft er voller Vertrauen ein.

Er fordert aktiv vehement, zum Teil verspielt mit großen Kulleraugen und zum Teil laut „seine“ eigene „Vater-Zeit“ ein… das ist ein unglaubliches Geschenk. Sowohl, wenn auch unbewusst weil „normal“, für ihn, als auch – zutiefst bewusst – für mich.

Bei meiner mittleren Tochter habe ich leider viele dieser Anteile in diesem Alter verpasst, weil ich mich auf Karriere und andere fokussiert habe – ich war mit meinen Gedanken im Außen, weniger bei mir. Neuer Job, Diplom-Arbeit, Anerkennung und „politische Spielchen“ standen im Vordergrund. Diese Zeit, gemeinsam mit ihr habe ich verpasst. Sicher, ich hole nach was geht. Aber ich würde es heute anders machen.

Und daher kann ich eines mit Gewissheit sagen: Diese intensive gemeinsame Zeit wird mir und meinem Sohn keiner nehmen können. Und die Bindung die daraus entstanden ist, ist einfach unbezahlbar. Für P. ist es mittlerweile selbstverständlich, dass Papa da ist. Und ich arbeite daran, auch weiterhin für ihn und seine Schwestern und seine Mama da zu sein. Mehr da zu sein, als ich es früher war.

Vieles was ich heute an Erfahrungen gemacht habe – nach 1,5 Jahren – konnte ich mir bis dahin nicht vorstellen. Ich bin ins kalte, naja, vergleichsweise warme Wasser gesprungen. Auszeit. Auszeit, um Dinge zu erfahren, die in unserer Gesellschaft meines Erachtens so zu erleben fast unmöglich geworden sind – zumindest für die allermeisten.

Daher freue ich mich, dass ich diese intensive Zeit mit meiner Familie genießen durfte und darf. Sicher, ich habe auch in dieser letzten Zeit wieder dazugelernt und würde heute auch einige Dinge anders machen, aktiver gestalten, vorausschauender angehen.

Eine dauerhafte Konstante und nicht nur eine Teilzeit-Kraft im Leben meiner Kinder und meiner Frau zu sein, das ist es, was mich beschäftigt. Ich will mich nicht abfinden mit „das ist halt so“.

Vor ein paar Wochen zitierte jemand in einem Interview, das meine Frau mit ihm führte innerhalb von ca. 30 Minuten drei mal den Spruch:

„Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe.“

Ok, lasst uns Wege finden! Lasst uns die Herausforderung annehmen und sehen, wie es DOCH gehen kann. Sein Leben mit seinen Lieben im hier und jetzt zu leben und alle seine Anteil zu integrieren. Sicher schaffen das schon einige und sind zufrieden, klasse! Aber wenn Du nicht mit dem Status Quo zufrieden bist und nach Lösungen suchst, dann teile doch hier Deine Überlegungen mit anderen. Lass uns ein Schwarm-Wissen, eine Schwarm-Intelligenz nutzen um jeden weiter zu bringen 😉

In diesem Sinne schreibe mir gern Deine Gedanken dazu oder Deinen persönlichen Lösungsansatz im Kommentar.

Was interessiert Dich? Vielleicht kann ich Dir mit meinen Erfahrungen weiterhelfen? Gern trete auch über das Kontakt-Formular direkt mit mir in Kontakt wenn Du Anregungen, Fragen oder Ideen zum Thema hast. Ich bin gespannt und freue mich darauf.

 

Erinnerung und Zukunft

Am 2. Geburtstag des Jüngsten ist es Zeit mal zurück, aber auch nach vorne zu blicken.

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